Dozent*innenliste

Sanel Sabitovic
- Gitarre -

(geb. 1972 in Mostar, Bosnien-Herzegowina) begann im Alter von 7 Jahren mit dem Gitarrenunterricht und setzte seine Ausbildung an der Musikgrundschule in Konjic fort. Später studierte er bei Prof. Mila Rakanovic in Sarajevo. Bis zum Beginn des Krieges in Bosnien lebte er in der kleinen zentralbosnischen Stadt Prozor. 1992 verließ er Bosnien und zog nach Berlin. Dort setzte er sein klassisches Gitarrenstudium bei Erich Heuer und Laurie Randolph fort, gefolgt von einem Abschluss an der Universität der Künste in Berlin unter der Leitung von Prof. Mariangeles Sanchez Benimeli. Anschließend spezialisierte er sich unter der Leitung des renommierten Gitarrenpädagogen Carlo Marchione weiter.

Sabitovic gibt häufig Konzerte. Sein Repertoire umfasst traditionelle klassische Musik sowie zeitgenössische Gitarrenmusik. Er spielt und komponiert Musik weit über die Grenzen der geradlinigen klassischen Sprache hinaus, wie sein Duett „Bordun“ mit dem bekannten türkischen Saz-Spieler Kemal Dinc und seine Komposition „Bosnian Fantasy“ (herausgegeben von der Bergmann Edition) belegen.

 



Mariana Sadovska
- Gesang, Komposition, Klavier -

In Lviv / Lemberg (Ukraine) geboren, lebt Mariana Sadovska seit 2002 in Köln. Als Künstlerin ist sie seit 1991 in ganz Europa und den USA tätig, u.a. als Komponistin dramatischer Werke und Lieder, mit eigenen Konzerten als Sängerin und Multi- Instrumentalistin, mit multi-medialen Performances und Workshops sowie als Schauspielerin und musikalische Leiterin von Schauspielprojekten. Wesentliche Inspirationen findet sie in den traditionellen Musiken Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens, die sie systematisch klanglich erforscht, in neuen Arrangements und Eigenkompositionen zu ungewöhnlichen Klangbildern verwebt. In ihren Arbeiten wird das Vergangene zeitgenössisch und das Regionale universal.
Nach Ihrem Studium an der Musikhochschule in Lemberg (Piano, Komposition,Pädagogik) beginnt Mariana Sadovska 1991 ihre Theaterausbildung am Les Kurbas Theater in Lemberg. Es folgen zehn Jahre am polnischen Theater Gardzienice als musikalische Leiterin und Sängerin, die sie auf viele Festivals und Expeditionen u.a. nach Japan, Brasilien, Ägypten, Grossbritannien und in die USA führen.
Ein Stipendium der Earth Foundation bringt sie 2001 nach New York. Dort entstehen erste Konzerte experimenteller und improvisierter Musik mit den Musikern Anthony Coleman, Michael Alpert, Frank London und Victoria Hanna. 2002 nimmt sie ihre erste CD „Songs I learned in Ukraine“ (Global Village Records) auf. Seither gibt sie regelmässige Konzerte und Workshops in den USA u.a. im Public Theater, Brooklyn Academy of Music, Princeton/ Harvard / NY University, Symphony Space / NYC. Weitere Stipendien in den USA ermöglichen musiktheoretische Studien und die Arbeit an dramatischen Kompositionen.
In Deutschland hat sie mit ihrer Kölner Band „Borderland“ (Jarry Singla/ Piano, Sebastian Gramss/ Kontrabass, Peter Kahlenborn/ Perkussion) einen weiteren Nährboden für ihre furiosen Interpretationen traditioneller Lieder und Gesänge aus der Ukraine gefunden. Mit dieser Formation tritt sie u.a. auf im WDR Sendesaal, beim Festival tff Rudolstadt, im Programm der Philharmonie Köln im Alten Wartesaal, für den SWR in Mainz, in der Reihe Klangkosmos NRW sowie bei Auslandsauftritten in der Brooklyn Academy of Music und in Kiew/ Ukraine.Mariana Sadovska wurde 2006 in Tschechien den „Alfréda Radoka Award“ für dramatische Musik für ihre Komposition „Sklavy“ nominiert. Im gleichen Jahr wurde sie mit dem „creole – Preis für Weltmusik aus NRW“ für ihre Performance mit ihrem Ensemble „Borderland“ ausgezeichnet. 2007 wurde sie ebenfalls mit „Borderland“ für den „creole Bundeswettbewerb“ nominiert.2013 wurde sie mit dem Deutschen Weltmusikpreis RUTH ausgezeichnet: „Mit Mariana Sadovska wird eine außergewöhnliche Künstlerin mit dem Hauptpreis der RUTH 2013 ausgezeichnet. Schier rastlos sucht sie nach neuen Ausdrucksformen für Lieder, die ihren Ursprung in der Ukraine haben: Mariana Sadovska, die wie wenige das Zeug hat, das (von ihr selbst akribisch) Erforschte künstlerisch umzusetzen, ist auch international eine anerkannte Komponistin und (Bühnen-)Künstlerin.“ (Jury- Begründung)



Ingo Samp
- Trompete, Dirigieren -

studierte Trompete und Instrumentalpädagogik an der Musikhochschule Detmold. Er arbeitet als Dozent für Trompete und Blechbläserensembles an den Musikschulen in Olpe und Wenden und ist als freischaffender Trompeter und Dirigent aktiv. Seit 1993 leitet er das sinfonische Blasorchester des Musikzugs Ennest, mit dem er zahlreiche Wertungsspiele und Wettbewerbe erfolgreich absolvierte, außerdem das Kreisjugendblasorchester Olpe (1999-2016) und die Bläserphilharmonie Oberberg seit 2018. 

Er konzertiert häufig als Solist mit Orgel oder Orchester, im selbst gegründeten Blechbläserquintett „Trombe e Tromboni“ oder als Gasttrompeter in verschiedenen Orchestern und Ensembles. Bei diversen Konzertprojekten arbeitete er mit internationalen renommierten Dirigenten und Solisten zusammen (u.a. Prof. Thomas Clamor, Johan de Meij, Prof. Reinhold Friedrich, Prof. Friedemann Immer, Prof. Gerhard Vielhaber, Philippe Wendling, Fabian Bloch). CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie zahlreiche Workshops für Trompete und Dirigieren runden sein Schaffen ab.



Otis Sander
- Kontrabass -

Hindol Sardar
- Sitar -

Der Sitarist und Komponist Hindol Deb wurde im Alter von 5 Jahren von seinem Vater Sri Panchanan Sardar, von dem er viele Jahre lang gelernt hat, in die indische klassische Musik eingeführt. Danach lernte er von verschiedenen anderen aufstrebenden Gurus wie Pandit Santosh Bannerji und Pandit Deepak Choudhury, um schließlich seine eigene Individualität sowie seinen eigenen Klang zu finden. Er schloss sein Masterstudium in Jazz-Improvisation an der Hochschule für Musik in Köln ab.

Im Bewusstsein, dass die indische Klassik das einzige Genre ist, in dem alle Mikrotöne innerhalb einer Oktave genutzt werden, schöpft Hindol diese Möglichkeit voll aus. Er webt ein wunderschönes melodisches Gewebe durch verschiedene Ragas und Rhythmen und schafft so eine meditative und doch ekstatische Atmosphäre. Mit hoher technischer Finesse und Kenntnis der verschiedenen Ragas und ihrer Auswirkungen auf den Geist und die Psyche verbindet er sie in einer Aufführung mit seiner eigenen spirituellen Sichtweise, um den Zuhörern ein einzigartiges Musikerlebnis zu vermitteln.

Als Komponist hat Hindol die unendlichen Kombinationen im Crossover von indischer Musik mit verschiedenen anderen Genres wie zeitgenössische westliche Klassik, Jazz, Flamenco, nordische Volksmusik erforscht und ist auf verschiedenen Festivals und an vielen Orten aufgetreten. Hindol wurde von der Academy of Carnegie Hall zu einem Residency-Programm eingeladen. Er hatte auch die Ehre und das Privileg, vor Papst Franziskus und dem Dalai Lama auftreten zu dürfen, und arbeitete mit vielen Künstler*innen zusammen, darunter Marina Abrahmovic, Markus Stockhausen, Sebastian Gramss, Uma Dogra, Daksha Mashruwala und andere. Gegenwärtig ist Hindol Lehrer an der Popakademie in Mannheim.

 



Koray Berat Sari
- Baglama, Gitarre, Komposition, Arrangement -

geboren in Düsseldorf, fing mit musikalischer Früherziehung in Monheim am Rhein an. An der Städtischen Musikschule Monheim begann er mit Baglamaunterricht bei seinem Vater Ismet Sari und besuchte in den Folgejahren verschiedene Baglamaschulen in NRW, wie Mozaik und A.S.M. Mit dem Wunsch, später Musik zu studieren, fing er an, mit 14 Jahren an Gitarrenunterricht zu bekommen. Mit seinen erworbenen Kenntnissen befasste er sich autodidaktisch mit anatolischen Blas- und Schlaginstrumenten. Zwischen 2005 und 2009 war er mehrfacher Preisträger bei "Jugend musiziert" in den Wertungen Baglama und Gitarre auf Landes- und Bundesebene. Ab dem Jahr 2007 wurde er Mitglied im Landesjugendzupforchester NRW, nahm an den Konzertreisen nach u.a. China, Russland, USA teil und bereicherte das Repertoire des Orchesters mit Arrangements anatolischer Volksweisen für Baglama und Zupforchester. Nach seinem Abitur bestand er 2009 die Aufnahmeprüfung an der "Hochschule für Musik und Tanz Köln", Standort Aachen mit dem Hauptfach Gitarre. (Abschluss: 2013 Bachelor, 2015 Master) Schon mit jungen Jahren gab er viele Konzerte und arbeitete mit vielen Bands und Ensembles.
Seit 2010 ist er regelmäßig als Jurymitglied bei "Jugend musiziert" tätig. Sari arbeitet mit verschiedenen Künstlern mit verschiedenen Instrumenten, ist Mitglied in verschiedenen Musik- und Theater-Projekten (Solo, Denge Destan, Duo SariGaik, Trio SinCo-Pa, Schauspielhaus Bochum), unterrichtet und konzertiert weiterhin und leitet Seminare in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat NRW, als auch in den Landesmusikakademien NRW und Berlin.

Seit 2015 ist er als Dozent bei den Zertifikatslehrgängen Musikpädagogik für Musiker*innen verschiedener Kulturen an der Landesmusikakademie NRW tätig.

Überdies arbeitet er als Komponist und schrieb 2016 sein erstes Konzert „Okyanus Concerto“ für Bağlama, zwei Gitarren und Sinfonieorchester.

Veröffentlichungen:
2016 Trio SinCo-Pa/ Asia Minor EP
2017 mit Suresh Vaidyanathan/ Baglama & Ghatam EP
2018 "Anatolische Suite Nr. 2" PAN Verlag 
2019 Okyanus SINGLE
2020 Denge Destan EP



Dr. Kai Marius Schabram
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Kurs- und Lehrgangskonzeption / -organisation