- Bass und Komposition -Der in Flensburg geborene Martin Wind zählt heute zu den renommiertesten deutschen Jazzmusikern in den USA. Nach dem Abschluss seines Klassikstudiums bei Prof. Wolfgang Güttler an der Musikhochschule Köln zog Wind 1996 nach New York City. Dort etablierte er sich nach seinem Masterabschluss an der New York University als vielseitiger und einflussreicher Bassist und Komponist in der internationalen Jazzszene.
Bekannt für seinen warmen Ton, seine lyrische Phrasierung und stilistische Offenheit, ist Wind gleichermaßen als Solist, Komponist und gefragter Sideman aktiv. Er arbeitete mit Künstlern wie John Scofield, Gidon Kremer, Mstislav Rostropowitsch, Pat Metheny, Hank Jones, Benny Golson, Philip Catherine, Michael Brecker, Ann Hampton Callaway und Sting zusammen. Zudem war er an zahlreichen Filmsoundtracks beteiligt – unter anderem an True Grit, The Secret Life of Walter Mitty und Gemini Man.
Als Bandleader hat Wind über 20 Alben veröffentlicht, darunter Turn Out the Stars – Music Written or Inspired by Bill Evans (2014), My Astorian Queen (2021) sowie das gefeierte Trio-Projekt Gravity mit Peter Weniger und Jonas Burgwinkel. Für 2026 sind zwei neue Veröffentlichungen geplant: Stars (mit Anat Cohen, Kenny Barron und Matt Wilson) sowie September (Laika Records).
Wind wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter dem Kulturpreis des Landes Schleswig-Holstein, dem Cognac Hennessy/Blue Note Jazz Award sowie einer Spitzenplatzierung beim Thelonious Monk Bass Competition in Washington, D.C.
Neben seiner umfangreichen Konzerttätigkeit unterrichtet er an der New York University und der Hofstra University und ist auch als Komponist, Arrangeur und Mentor für den Jazznachwuchs engagiert.